NORBERT'S SPIRIT IN LIFE - Schamanen, Regenmacher, Propheten
Shownotes
Heilungs- und Friedenszentrum PAZ MUNDO ATITLAN, Guatemala
WELTMEDIZIN MAYA,GANZHEITLICHES MAYAZENTRUM, Guatemala (http://healingresort.pazmundo.com)
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FOLGE 10
TITEL: Schamanen, Regenmacher, Propheten
Subtitel: Wir löschen Brände im Urwald Guatemalas
Subtitel: Dunkle Rauchwolken hängen über Guatemala City, die Sonne ist nur mehr durch einen braunen Filter zu sehen. Die Medien berichten inzwischen von 180 Urwaldbränden, die meisten wohl gelegt, um mehr landwirtschaftliches Land in einem geschützten Gebiet zu gewinnen.
Anderes Problem: Wir wissen von Plänen, im Umkreis der Maya-Pyramidenstadt TIKAL Erdölfelder zu bauen, Probebohrungen finden schon statt, Menschen in den Kleingemeinden der Region bekommen Geschenke der USA Ölfirmen. Es wir ihnen versprochen, mit der Ölindustrie inmitten des Urwalds Arbeit zu bekommen. Durch Manipulation und Lügen sollten die Gemeinden als Mitspieler gekauft werden.
Anderes Problem: Ich rufe Tata Julian an und informiere Tata Cirilo - beides Schamanen, die sich die Fahrt in den Urlaub nicht leisten könnten. So lade ich sie ein, mit weiteren, ausgewählten Mayaschamanen in den Urwald zu fliegen. Es gibt nur die eine Möglichkeit, die Katastrophe zu beenden. Wir mussten inmitten der Trockenzeit im trockenen Urwald des Peten den Regen rufen. Die Spirits von TIKAL, vor allem der Regengott CHAK würde uns sicher dabei helfen. Oft genug habe ich es schon erlebt, dass es nach Regen-Zeremonien mit Don Julian, inmitten der Trockenzeit zu regnen begann.
Anderes Problem: Wir bekommen den letzten Flug nach Tikal, bevor der Flughafen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss.
Anderes Problem: Mit Tata Julian sind 2 Schamanen seines Volksstammes.
Anderes Problem: Tata Cirilo nimmt einen Uniprofessor, der zugleich auch Stammensführer eines Indianerstammes aus den USA ist und einen weiteren QUICHE-Priester mit auf die Reise. Insgesamt sind wir 7 Personen.
Anderes Problem: Der Nationalpark TIKAL ist leer, es gibt keinen einzigen Touristen. Der Parkchef führt uns zur Plaza Mayor, die Tages-Presse hat von unseren Vorhaben erfahren und begleitet und begleitet uns ungläubig.
Anderes Problem: Tata Cirilo wird vom Parkteam ein würdiger Ritualort zugewiesen – zwischen....
Anderes Problem: Tata Julian möchte für sein Ritual ein Loch im Boden für sein Ritual graben,.....
Anderes Problem: das wird von den Verantwortlichen des Nationalparks sehr unwillig aufgenommen.
Anderes Problem: Letztlich erhält er seinen Platz hinter der Pyramide der Urmutter der Maya, Ixmucane zugeordnet.
Anderes Problem: Maestro Cirilo bereitet bereits sein Feuer inmitten der Plaza Mayor vor, zwischen dem Jaguartempel und dem Tempel der Urgöttin.
Anderes Problem: Ich pendle zwischen beiden, versuche zu helfen...bis Tata Cirilo mich bittet, als Vierter Mann die 4 Himmelsrichtungen abzudecken, in seiner Kleingruppe sind nur 3 Priester da.
Anderes Problem: Tata Julian macht es gleich, er braucht für sein Ritual einen vierten Mann. Es kommt für mich der Moment, mich für einen der beiden Weisen entscheiden zu müssen. Bis dato bin ich noch mit beiden Weisen auf meinem Priesterweg der Maya.
Anderes Problem: Es wird mir unmittelbar klar, dass der Moment gekommen ist, mich für den weiteren Weg mit einem der beiden Weisen entscheiden zu müssen.
Anderes Problem: Maestro Cirilo, welch eine Ehre für mich, mit ihm seit 2 Jahren diesen Weg beschreiten zu dürfen, unzählige Gespräche, Fahrten zu Ritualsteinen, Pyramidenanlagen, persönliche Freundschaft, ein weit über die Grenzen wirkender Mayaprophet...ich bin stolz, mit ihm diesen wunderbaren Weg der Priesterschaft gehen zu dürfen.
Anderes Problem: Tata Julian, er ist der Ruhige, der Bescheidene, der Mayaweise mit einem großen, feurigen Herzen, offen für alle Glaubensrichtungen. Seit 2 Jahren schon ist auch er eingebettet in unsere Familie, ich erlebe mit ihm viele gemeinsame Rituale der karmischen Reinigung, der Vorbereitung auf die Priesterweihe ,...aber ich erlebe auch auch Tata Julian den Regenschamanen.
Anderes Problem: Er ist einer der wenigen, vielleicht der Einzige, der vom großen Mysterium des Regenmachens noch weiß. Es liegt in der Tradition seines Volkes.
Anderes Problem: Generationen von Schamanen suchten immer denjenigen aus, der die Kraft, Effizienz, die Liebe in sich trug, die Verbindung zu den Kräften des Regens aufbauen zu können. Es sind keine magischen Rituale, vielmehr in großer Bescheidenheit gehaltene Bittzeremonien....
Anderes Problem: Don Julians Geschichte ist bewegend, traurig, ein steter Kampf mit Militärbehörden und oftmals schon vor den Gewehren der Geheimpolizei stehend. Julian, er ist ein Vater seines Volkes, er setzte sich stets unter größten Gefahren für Gerechtigkeit, für die Nöte seines Volkes ein.
Anderes Problem: Rituale zu gestalten war noch vor wenigen Jahrzehnten bei Todesstrafe verboten...sein Mut, seine Bereitschaft zu sterben machte ihn unangreifbar, er überlebte 3mal Angriffe von Soldaten, die ihn zuhause oder auf dem Feld töten wollten.
Anderes Problem: Für wen der beiden sollte ich mich also entscheiden...die Tagespresse „Prensa Libre“ setzt uns nach dieser Rettungsreise nach Tikal auf die Titelseite – ich bin gerade noch auf dem Bild, in der Mitte geteilt und bezeichnet als Indianer der Alpen..so fühle ich mich auch zwischen zwei großen Mayaweisen.
Anderes Problem: Ich lasse mein Herz entscheiden, schweren Herzens sage ich Tata Cirilo ab und gehe zu Don Julian. Er ist der Regenmacher der Maya, er weihte mich in seine mystische Welten ein, täglich arbeitete der für die Naturkräfte, für die Harmonisierung der Elemente, er wusste, mit den Spirits zu arbeiten, als Liebender, als Bittender und auch als Gebender.
Anderes Problem: Nach 3 Tagen, wir sind schon wieder zuhause, schüttet es im Urwald. Es bedarf der Zeit, dass sich die Thermik für Regen in der Trockenzeit aufbauen kann.
Anderes Problem: Die Brände werden gelöscht und es bleibt ein unvergessliches Erlebnis, mit den beiden zu den großen Pyramiden und Tempeln dieses wunderbaren Mayaplatzes zu wandern.
Anderes Problem: Die Pläne der Erdölfirmen werden nach Monaten wieder ruhig gestellt, bis heute. Die Spirits des Ortes scheinen eingegriffen zu haben...ich spürte, dass wir auch dafür unseren Beitrag leisten konnten.
Hildegard
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